Großkonzerne beauftragen Agenturen, die den Wert ihrer Marke in Milliarden beziffern. Mittelständler brauchen keine solche Zahl. Sie brauchen ein paar verlässliche Signale, die zeigen, ob die Marke wächst oder an Kraft verliert. Drei Kennzahlen reichen für den Anfang.
1. Markensuchen
Wie oft suchen Menschen in Suchmaschinen gezielt nach Ihrem Unternehmensnamen? Die Zahl finden Sie in der Search Console. Steigen die Markensuchen, wächst die Bekanntheit. Wichtig ist der Vergleich über längere Zeiträume, denn saisonale Schwankungen sind normal.
2. Direkter Traffic und Wiederkehrer
Besucher, die Ihre Adresse direkt eintippen oder regelmäßig wiederkommen, haben Ihre Marke im Kopf. Ein wachsender Anteil zeigt, dass Sie nicht nur gefunden, sondern erinnert werden.
3. Preisbereitschaft
Müssen Sie häufiger Rabatte geben, um Aufträge zu gewinnen? Dann fehlt der Marke Differenzierung. Dokumentieren Sie den durchschnittlichen Nachlass pro Auftrag. Sinkt er, ohne dass Aufträge ausbleiben, steigt der Markenwert.
So bauen Sie ein einfaches Markenradar
- Legen Sie eine Tabelle an, in der Sie die drei Werte monatlich eintragen.
- Notieren Sie daneben größere Maßnahmen wie Kampagnen, Messen oder Pressethemen.
- Besprechen Sie die Entwicklung einmal pro Quartal mit Vertrieb und Geschäftsführung.
So entsteht mit wenig Aufwand ein Instrument, das Markenarbeit sichtbar macht und Budgetdiskussionen auf eine sachliche Grundlage stellt.




