Viele Ausbildungs- und Berufseinsteiger informieren sich heute zuerst über kurze Videos, bevor sie eine Karriereseite öffnen. Für mittelständische Unternehmen ist TikTok deshalb ein ernstzunehmender Kanal für Employer Branding. Entscheidend ist nicht die Produktion, sondern die Echtheit.
Echte Menschen statt Hochglanz
Auf TikTok wirken aufwendig produzierte Imagefilme schnell fremd. Was funktioniert, sind Einblicke in den echten Arbeitsalltag: die Azubine, die ihre erste Schweißnaht zeigt, oder der Disponent, der erklärt, wie ein Lkw-Tag geplant wird. Das Smartphone reicht als Kamera.
Freiwilligkeit ist Pflicht
Niemand sollte vor die Kamera gedrängt werden. Suchen Sie Mitarbeitende, die Lust darauf haben, und geben Sie ihnen Zeit dafür in der Arbeitszeit. Klären Sie Bildrechte schriftlich und vereinbaren Sie, wie mit Kommentaren umgegangen wird.
Ein einfacher Redaktionsplan
- Ein Format pro Woche, zum Beispiel „Ein Tag als …“ oder „Frag die Azubis“.
- Jedes Video beantwortet eine Frage, die Bewerber wirklich stellen.
- Am Ende ein klarer Hinweis, wo es Infos und offene Stellen gibt.
Was Sie messen sollten
Aufrufe allein sagen wenig. Wichtiger ist, ob Bewerbungen erwähnen, dass jemand das Unternehmen über Videos kennengelernt hat. Fragen Sie im Bewerbungsprozess gezielt danach. So sehen Sie nach einigen Monaten, ob sich der Aufwand lohnt.
Datenschutz nicht vergessen
Prüfen Sie vor dem Start, wie Sie den Kanal datenschutzkonform betreiben, und informieren Sie in Ihrer Datenschutzerklärung darüber. Holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein.




